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Hello, my friend!

Das hier ist das Ergebnis eines Malvormittags, den ich zusammen mit einer Freundin über Telefon verbracht habe. Wir haben gemeinsam eine Blume in einem Glas Wasser gemalt. Ich hatte noch sehr viel Platz rechts auf meiner Skizzenbuchseite, daher zeichnete ich noch einen Kolibri dazu, den ich dann mit den Merkmalen der Blüte ausstaffierte. Er schwebt einfach einmal vorbei wie ein kleiner bunter Hubschrauber und schaut neugierig auf seinen angeblichen Artgenossen, der seltsamerweise unbeteiligt die Beine ins Wasser streckt.

 

Ich liebe diese Idee und mag die Seite so gerne. Zuletzt habe ich immer wieder Dinge gemalt, bei denen sich erst im Laufe des Prozesses neue Sichtweisen eingestellt haben. Und statt sie weg zu drängen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt in der Lage bin sie umzusetzen, gab ich ihnen eine Chance. 

 

Was total helfen kann, ist, ein Bild zu planen. Klingt nach dem genauen Gegenteil von Kreativität und Einfallsreichtum? Dachte ich auch immer. Aber bei mir ergeben sich oft erst neue Ideen, wenn ich unbedarft vor mich hin zeichne oder kleine Thumbnails anfertige. Dann springt die Assoziationskette an und vieles verselbständigt sich. Außerdem erkenne ich dann viel schneller, ob sich eine Komposition für mich stimmig anfühlt.