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Itzelberger See

Ende Juli waren wir auf einem kleinen Ausflug zum Itzelberger See. Ein paar Wochen später sah ich mir die Fotos an und spendierte eine Seite im Skizzenbuch dafür. Mich erinnern die Skizzen an Urlaub und den schönen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein um den ganzen See.

 

An mehreren Stellen gibt es gekappte Baumstämme am Seeufer, auf denen Tafeln angebracht sind. Sie beschreiben die unterschiedlichen Fischarten, die im See beheimatet sind. Am oberen Ende des Sees gibt es ein Feuchtbiotop mit einer Vogelschutzinsel. Außerdem kann man den Minigolfplatz besuchen. Ich war schon viele Jahre nicht mehr dort und hätte es toll gefunden, wenn wir eine Partie hätten spielen können.  Leider war der Platz an diesem Tag mit Schulklassen geflutet. Naja, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. :)

 

Das Malen der Skizzen und die Wahl der entsprechenden Bildausschnitte hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Und ich habe wieder einiges über Farben und Kontrast gelernt, denn nicht alles kann man im Bild so umsetzen wie im Foto. Und gerade da fängt es an, spannend zu werden.

Küchenskizzen

Da ich vor einiger Zeit im Skizzenbuch mit Zeichentinte und Aquarell hantiert habe und es ganz toll fand, keine Vorzeichnung mit Bleistift zu machen, habe ich im Anschluss ein paar Skizzen mit Küchenbezug gemacht. Nachteil bei dieser Herangehensweise: Jeder Strich sitzt unwiderruflich auf dem Papier. Das ist besonders frustrierend, wenn man genau weiß, dass man sich ein bisschen in der Perspektive vertan hat. :) Andererseits macht es die Zeichnungen irgendwie charmant und lebendig. Immer öfter denke ich, dass man zwar realistisch zeichnen kann, aber nicht muss. Will ich ein Objekt genauso wiedergeben, wie es ist, dann mache ich wahrscheinlich einfach ein Foto.

 

Zu den Objekten gibt es natürlich auch etwas zu erzählen. Ein paar Gedanken habe ich noch dazu notiert. Die Zeichnung von den Tabs für Spüli und Küchenreiniger mag ich ganz gerne, denn da ist mir das Zusammenspiel von Licht und Schatten ganz gut gelungen. Außerdem liebe ich Produkte, die der Müllvermeidung dienen. Es ist sowieso schon schwierig, im Alltag ohne Plastik auszukommen, daher finde ich es toll, wenn es Unternehmen gibt, die sich ein Umdenken auf die Fahne geschrieben haben.

 

 

Malexkursion - Ricinus communis

Nach zwei Jahren ohne Präsenzkurse war ich endlich einmal wieder auf Malexkursion im Botanischen Garten. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht bis ich mich für ein Motiv entscheiden konnte, denn es war überwältigend, wie zahlreich dort die Pflanzen gerade blühen. An jeder Ecke gab es etwas Interessantes zu entdecken. Nachdem es am Tag zuvor geregnet hatte, waren wir alle froh, dass das Wetter mitspielte und wir im Freien sitzen konnten. Insbesondere, weil dort an diesem Tag ziemlich viel los war. Es gab Aktivitäten für Kinder, Clowns und Kinderschminken. Außerdem war eine Jazzkapelle zugange, die sich langsam durch den Garten spielte. Das war letztendlich eine echt schöne Zugabe, bei der es einem in den Füßen juckte, mitzutanzen.   

 

Am Ende entschied ich mich für eine Pflanze im Schmuckhof, deren Namen ich nicht kannte, die ich aber aufgrund ihrer roten Färbung und den stacheligen "Bällchen" einfach interessant fand. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich dann noch, dass ich an diesem Platz wahrscheinlich sowieso nicht länger als 1-2 Stunden sitzen werde. Schließlich gab es noch so viele andere Motive, die ich gerne malen würde. Von daher entschied ich mich erst einmal dagegen, Sonnencreme zu verwenden. Auch deshalb, weil ich es vermeiden wollte, dass fettige Creme an das gute Aquarellpapier kommt. 

 

Die nächsten Stunden (!) saß ich dort ziemlich konzentriert bei Vorzeichnung und erster Farbschicht. Da der Wind konstant blies, wackelte mein Motiv ständig hin und her. Im Übrigen merkte ich somit auch nicht, wie lange ich schon in der prallen Sonne saß, da mir eigentlich nicht warm war. Immer wieder kamen Gartenbesucher vorbei. Eine ältere Dame meinte, dass sie selbst Karikaturen zeichnet. Ein älterer Herr erwähnte, dass ihm vor Kurzem  das Skizzenbuch geklaut wurde. Ein Mann fragte auf englisch, ob er ein Foto machen dürfe, auf dem ich sitzend mit dem Rücken zur Kamera zu sehen sei. Naja, seltsam, aber meinetwegen. So war ich relativ vertieft, bis die Malexkursion gegen 16 Uhr mit einer kleinen Besprechung aller Werke endete.

 

Für mich war dieser Tag aus verschiedenen Gründen unglaublich wichtig und ich bin unfassbar froh, dass ich mich zu dieser Malexkursion angemeldet habe. Wieder zu Hause musste ich erst einmal meinen Sonnenbrand versorgen und Blätter meiner Aloe dafür opfern. Leute, benutzt Sonnenschutz! Dann habe ich nachgeschaut, welche Pflanze ich da überhaupt im Fokus hatte: eine rötliche Sorte von Ricinus communis (Giftpflanze des Jahres 2018). Echt hübsch!

 

 


Weitere Einblicke in mein kreatives Schaffen findest du auf Instagram (@farboretum):

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