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Freiluftzeichnen auf der Landesgartenschau Ellwangen: Eindrücke mit Polychromos Buntstiften festgehalten

Buntstiftzeichnung mit Polychromos: Pavillon links mit Bäumen im Hintergrund und Blumenbeet im Vordergrund, und Euphorbia millii rechts in Weiß mit grünen Blättern
Buntstiftzeichnung mit Polychromos: Pavillon und Euphorbia millii

Anfang der Woche hat mich die liebe Saskia besucht und wir waren an einem der Tage auf der Landesgartenschau in Ellwangen.  Nachdem wir erst einmal ordentlich Zeit damit verbracht hatten, Motive fotografisch zu sammeln, haben wir doch noch unsere Skizzenbücher aus den Rucksäcken geholt. 

Ich habe gefühlt seit Ewigkeiten nicht mehr mit meinen Polychromos gemalt und hatte eine Auswahl der Stifte für das Freilichtzeichnen auserkoren. In Sichtweite erspähte ich einen kleinen Pavillon. Architektur und Natur (= Archinatur) in Kombination funktioniert immer, dachte ich mir. :-)

 

Das Motiv habe ich mit gelbem Farbstift vorgezeichnet und dann mit leichten Schraffuren die Farben angelegt. Zum Kobaltgrün im Hintergrund hatte mir Saskia geraten, was mir inzwischen (!) super gut gefällt. Ich habe zu Hause sogar noch eine weitere Schicht der Farbe darüber gelegt, um sie zu verstärken. Für das finale Nachbearbeiten am Schreibtisch hatte ich mir noch vor Ort ein Foto gemacht, damit ich die Helligkeiten und Dunkelheiten nochmal überarbeiten konnte.

 

Ich entschied mich am nächsten Tag spontan für eine weitere Buntstiftzeichnung. Da ich tags zuvor den Spruch meiner Dozentin aus München gebracht hatte, weiße Blüten wären einfach zu malen und zeichnen, kam ich aus Gewissensgründen quasi nicht drum herum, die Euphorbia millii zu portraitieren. :-) Ich habe mich hauptsächlich auf folgende Farbtöne beschränkt:

  • 168 Grünerde gelblich: Ich liebe diese Farbe einfach abgöttisch, weshalb mir aktuell nur ein kleiner Stummel bleibt und ich den Farbton leider unbedingt demnächst nachkaufen muss. 
  • 165 Wacholdergrün: Passt super zur Grünerde, wie ich finde. Und da die Unterseite der Euphorbia-Blätter hell, und die Oberseite dunkel ist, war das ein perfektes Match.
  • 129 Krapplack Rosa: Pink und Rosa vermeide ich normalerweise im Alltag, wo es geht. Aber die Euphorbia millii hat nun einmal rosa Puder auf dem Antlitz. Was soll man machen. :-)
  • 133 Magenta: Ist für mich per Definition kein Magenta, da es viel zu dunkel ist, aber es funktioniert in Kombi mit Wacholdergrün perfekt als dunkler Farbton zwischen den Blättern
  • 274 Warmgrau V: Moment, es gibt mindestens fünf warmgraue Töne bei den Polychromos? Wie verrückt ist das denn?! Ergibt mit 184 Neapelgelb eine sehr gute Schattenfarbe auf den weißen Blüten.

Wie schön! Mit diesen beiden Zeichnungen habe ich den genialen Tag - trotz künstlerunfreundlicher Windböen und blechbläserisch begleiteten Gesangsentgleisungen - fest im Gedächtnis verankert. :-) Und wenn du bis hierhin gelesen hast und dich immer noch fragst, wer eigentlich Saskia aka Tiny Guards ist, dann besuche sie doch unbedingt auf ihrer Webseite oder schau auf ihrem Kanal bei YouTube rein! Du findest dort insbesondere Blogbeiträge und Videos zu ihrem Spezialgebiet, nämlich dem Ozean mit all seinen Bewohnern. Man merkt ihrer Arbeit an, wie viel Zeit, Liebe und Detail in Planung und Ausführung fließen, sodass am Ende durch die charakteristische Komposition und Farbwahl auf dem Papier eine wundervolle Unterwasserlandschaft entsteht. Ich verlinke dir hier Saskias Onlinepräsenzen: